Smart Meter (intelligente Strommesssysteme) ab 2017

Foto: Ingenieurbüro S&T

Smart Meter:

Nach Vorgabe der Europäischen Union werden in Zukunft intelligente Netze (Smart Grids)  eine flexiblere und gleichzeitig sichere Energieversorgung ermöglichen können. Im Zuge der Einrichtung solcher Smart Grids kommen beim Verbraucher intelligente Messsysteme (Smart Meter) zum Einsatz. Dadurch erhalten Verbraucher eine höhere Transparenz über den eige- nen Energieverbrauch und die Möglichkeit, die Energiekosten über den laufenden Stromver- brauch zu senken.

Ein Smart Meter erfasst in kurzen Zeitabständen die Energieaufnahme der Kunde und sen-  det die Daten automatisch an den Energieversorger. Die Zähler sammeln laufend Zählerstän- de, werten sie aus und visualisieren den Stromverbrauch sichtbar. Das hilft beim Sparen und erleichtert die Suche nach Stromfressern. Für ein Smart Meter sollte ein Internetanschluss oder eine Steckdose oder eine Mobilfunk-Verbindung in der Nähe sein.
Die Kosten betragen zwischen 20 und 60 € Mehrkosten jährlich. Die aktuellen Kosten betragen ca. 15 € pro Zähler.

Aufgrund der Verarbeitung und Zusammenführung personenbezogener Verbrauchsdaten in Messsystemen ergeben sich hohe Anforderungen an den Datenschutz und die Datensicher- heit.

Intelligente Messsysteme für die „Digitalisierung der Energiewende“:

Mit dem Gesetzentwurf zur Digitalisierung der Energiewende setzt die Bundesregierung die Rahmenbedingungen für intelligente Netze zu schaffen.

Mit dem Rechtsrahmen für digitale Stromzähler (Smart Meter) wird ein entscheidender Grund- stein für die Digitalisierung der Energieversorgung gelegt. Das Gesetz regelt die Pflicht zum Einbau sowie und technische Mindestanforderungen für solche modernen und kommunikati- onsfähigen Stromzähler sowie intelligente Strommesssysteme.

Ab 2017 erhalten Unternehmen mit einem Jahresverbrauch über 10.000 kWh Smart Meter. Der Einsatz in privaten Haushalte folgt ab 2020 mit einem verpflichtenden Einbau von Smart Metern ab 6.000 kWh Jahresverbrauch.

Im Gesetzentwurf ist außerdem ein umfangreiches Paket technischer Richtlinien und Schutz-profile des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik enthalten.

Gesetzentwurf: http://www.bmwi.de