Neue Geschäftsmodelle für Bürgerbeteiligung

Quelle: www.energieagentur.rlp.de

Die Energiewende in Bürgerhand ist kein Phänomen der letzten Jahre. Genossenschaften haben schon vor über 25 Jahren angefangen, sich mit dem Thema Energie auseinander zu setzen. Diese Entwicklung hat vor dem Hintergrund des im Jahr 2000 erlassenen Erneuer-   bare Energien Gesetzes als „Energiewende von unten“ sehr viel Dynamik gewonnen.

Aktuell führen verschiedene Veränderungen der gesetzlichen Rahmenbedingungen jedoch    zu einem deutlichen Rückgang der Aktivitäten vieler Energiegenossenschaften. Dennoch     sind viele der langjährig in diesem Themenfeld Aktiven nicht zu entmutigen und entwickeln Ansätze, wie ihre Energiegenossenschaften neue Wege einschlagen und damit neue Ge- schäftsmodelle umsetzen können, um weiterhin mit der Energiewende in Bürgerhand Akzente zu setzen.

Die vorliegende Studie soll die aktuellen Trends aufzeigen, Leitfragen und Handlungsoptionen bei der Entwicklung neuer Geschäftsmodelle darstellen und den vielen engagierten Menschen Mut machen, neue Wege zu gehen. Die drei wesentlichen Trends sind die Diversifizierung der Angebote einer Energiegenossenschaft, die Professionalisierung der Strukturen und die Kooperation mit erfahrenen Partnern.

Häufig finden sich alle drei Trends nebeneinander, wenn auch in unterschiedlich starker Aus- prägung. Energiegenossenschaften erweisen sich oftmals als kreativ und innovativ und eröff- nen sich so auch unter schwierigen rechtlichen Rahmenbedingungen neue Optionen.

In den vorgestellten Geschäftsmodellen zeigt sich sehr deutlich, dass Energiegenossenschaf- ten heute nicht mehr „nur“ Stromproduzenten sind. Sie sind oft auch Wärmelieferanten, Kon- traktoren mit den Kommunen, Betreiber von Elektromobilität oder Vermarkter ihres

Stroms. Zunehmend geht die Entwicklung hin zur Umsetzung von so genannten Prosumer-modellen. Die Zahl der möglichen Handlungsfelder ist deutlich gestiegen.

Broschüre: www.energieagentur.rlp.de