Entsorgung von Styropor

Quelle: www.bundesrat.de
Foto: Ingenieurbüro S&T

Geänderte Abfallverzeichnis-Verordnung

Der Bundesrat hat am 16. Dezember 2016 einen Verordnungsentwurf zur Entsorgung von Styropor beschlossen. Er reagiert damit auf die derzeit bestehenden akuten Probleme bei   der Verbrennung von alten Dämmplatten.

Nach Änderung der Abfallverzeichnis-Verordnung (AVV) vom März 2016 waren Abfälle als ge- fährlich eingestuft.  Die Umsetzung dieser Bestimmung hatte Folgen für die Entsorgung von Dämmplatten mit dem Flammschutzmittel Hexabromcyclododecan (HBCD), die ein Handeln des Bundes erforderlich machten. Wegen europäischer Vorgaben gilt Styroporals gefährlicher Abfall und darf deshalb nicht mehr zusammen mit anderem Bauschutt entsorgt werden.

Seitdem geriet die Entsorgung dieses Sondermülls erheblich ins Stocken, da viele Müllverbren-nungsanlagen die erforderliche Sondergenehmigung nicht besitzen. Die wenigen Ausnahmen verlangen hohe Vergütungen.

Die Abfallverzeichnis-Verordnung (AVV) wurde vom 22. Dezember 2016 wieder geändert. Nun können HBCD-haltige Dämmmaterialien für ein Jahr wie bisher entsorgt werden − als nicht ge- fährlicher Abfall über Müllverbrennungsanlagen. Die Änderung ist in Kraft und gilt für die Dau- er eines Jahres.

Verordnungsentwurf: http://www.bundesrat.de