EEG-Umlage 2017

Quelle: https://www.bundesregierung.de
Foto: Ingenieurbüro S&T

Ökostrom-Umlage steigt

Die EEG-Umlage für 2017 beträgt 6,88 Cent/kWh. Das gaben am 14.10.16 die vier Übertra- gungsnetzbetreiber bekannt. Die Umlage zur Förderung der erneuerbaren Energien steigt damit gegenüber 2016 um 8,3 %. Die Summe aus EEG-Umlage und Börsenstrompreis sinkt   im vierten Jahr in Folge.

Die EEG-Umlage wurde im Jahr 2000 eingeführt, um die erneuerbaren Energien zu fördern. Aus der EEG-Umlage wird der Strom aus Wind-, Solar- und Biomasseanlagen vergütet. Damit konnte der Anteil erneuerbarer Energien an der Stromversorgung von 6 % im Jahr 2000 auf fast 32 % in 2015 ansteigen.

Das ehrgeizige Ziel, bis zum Jahr 2025 den Bedarf an Strom in Deutschland zu 40 bis 45 % aus erneuerbaren Energien zu decken, wird auch in Zukunft mit Kosten verbunden sein.

Um die Höhe der EEG-Umlage festzulegen, schätzen die Übertragungsnetzbetreiber, welche Einnahmen und Ausgaben sich für das folgende Jahr ergeben. Das heißt, sie stellen jedes Jahr eine Prognose auf, wie viel Geld sie voraussichtlich im nächsten Jahr an die Erzeuger von Öko- strom zahlen müssen und wie viel Geld sie für diese Energie an der Strombörse bekommen. Dabei wird auch der Kontostand des EEG-Kontos zum 30. September berücksichtigt. Auf der Grundlage des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) sowie der Ausgleichsmechanismus-Verordnung legen die Netzbetreiber dann die Umlage fest und veröffentlichen sie spätestens am 15. Oktober.

Bei ihrer Einführung vor 16 Jahren betrug die EEG-Umlage 0,19 Cent/kWh Strom. Seither stieg sie von Jahr zu Jahr. Besonders hoch fielen die Anstiege von 2010 auf 2011 und von 2012 auf 2013 aus. Deshalb hat die Bundesregierun das EEG im Jahr 2014 novelliert. So sank die Umla- ge für 2015 erstmals, und zwar von 6,24 auf 6,17 Cent/kWh. 2016 betrug sie 6,35 Cent/kWh, 2017 wird sie 6,88 Cent/kWh betragen.

Durch das EEG 2017 wird die Vergütungshöhe des erneuerbaren Stroms ab 2017 nicht wie bisher staatlich festgelegt, sondern durch Ausschreibungen am Markt ermittelt werden.

Wie setzt sich der Strompreis aktuell zusammen?

  • Kosten für die Strombeschaffung, den Vertrieb und Gewinnmarge (26 %);
  • Steuern (23 %): diese beinhalten Mehrwertsteuer (16 %) und Stromsteuer (7 %);
  • Nettonetzentgelt (20,4 %): das Netznutzungsentgelt;
  • Messung, Messstellenbetrieb und Abrechnung (2,3 %): Entgelte für die Kosten der Abrechnung und der technisch notwendigen Mess- und Steuereinrichtungen (Zähler), für die Ablesung und das Inkasso;
  • Abgaben/Umlagen: Konzessionsabgabe (5,6 %);
  • Umlage nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG-Umlage) (21,2 %);
  • Umlage nach dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz KWKG (0,9 %);
  • Umlage nach § 19 der Strom-Netzentgeltverordnung (0,8 %)
  • Umlage für abschaltbare Lasten (0,02 %).