EEG 2016

Quelle: www.bmwi.de
Foto: Ingenieurbüro S&T

Am 8.6.16 hat das Bundeskabinett die Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) beschlossen.

Die erneuerbaren Energien (EE) legen in Deutschland zu. In 2010 lag ihr Anteil noch bei 17 %. Heute sind es über 33 %.

Das EEG 2016 wird die Entwicklung von EE geregelt. In Zukunft werden Ausschreibungen und Aufbaupfade die Entwicklung der EE steuern. Die Höhe der Förderung von EE künftig vom Markt festgelegt und nicht länger staatlich.

In der Pilotphase von 2015 und 2016 haben sich viele verschiedene Akteure an den Ausschrei-bungen von PV beteiligt. Künftig sollen kleinere Akteure, z.B. Bürger-Energiegenossenschaften oder lokal verankerte Projektentwickler, im Rennen um die Förderung faire Chancen bekom- men. Bei den Ausschreibungen werden Bürger-Energiegenossenschaften ganz bewusst bessergestellt als große Unternehmen. Sie müssen für ihre Teilnahme an den Ausschreibun- gen keine immissionsschutzrechtliche Genehmigung vorlegen und sparen sich deshalb hohe Vorlaufkosten.

Ergebnisse aus der Solarausschreibung:
Die Vergütung für Strom aus PV-Freiflächenanlagen in 2014 durchschnittlich bei 9,41 Cent/ kWh lag, hat der Wettbewerb diesen Wert Anfang 2016 auf 7,4 Cent/kWh schrumpfen lassen.

Das EEG 2016 steckt für jede Technologie konkrete Ausbaupfade ab:

  • Bei PV sollen jährlich 600 Megawatt (MW) ausgeschrieben werden,
  • bei Windenergie an Land jährlich 2,8 GW brutto (2,9 GW ab 2020),
  • bei Biomasse jährlich 150 Megawatt MW brutto (200 MW in den Jahren 2020 bis 2022)
  • bei Windenergie auf See sollen 2021 bis 2030 jährlich 730 MW ausgeschrieben werden.

Das große Ziel für Ökostrom in Deutschland insgesamt bleibt: Bis 2025 sollen 40 bis 45 % des Bruttostromverbrauchs aus EE stammen. Bis 2035 sollen es zwischen 55 und 60 % sein.

Das Gesetz durchläuft nun das Gesetzgebungsverfahren. Es soll zum 1. Januar 2017 in Kraft treten.