5. Jahrestag der Katastrophe von Fukushima

Quelle: www.bmub.bund.de
Foto: Dr. Markus Büchler

Am 11. März 2011 begann es infolge eines schweren Erdbebens zu einer Flutwelle in Japan, die zu einer Nuklearkatastrophe mit Kernschmelzen in den vier Blöcken des Atomkraftwerks Fukushima Daiichi führte. Große Mengen an Radioaktivität wurden freigesetzt mit verheeren- den Folgen für Mensch und Natur. Über 100.000 Einwohner mussten das Gebiet vorüberge- hend bzw. dauerhaft verlassen. Die Gelände Rund um das Kraftwerk Fukushima wurde radio- aktiv verseucht, Küstenstriche und Meerwasser kontaminiert.

Fukushima hat uns 25 Jahre nach Tschernobyl auf schreckliche Art und Weise vor Augen ge- führt, welche tatsächlichen Risiken mit der Nutzung der Atomenergie verbunden sind und welche verheerenden Folgen ein Reaktorunfall hat.

Die Welt musste lernen, dass auch in einem hoch entwickelten Land wie Japan, die Atomener- gie immer ein Risiko bleibt und nicht zu 100 % beherrschbar. Im Unglücksfall verwüstet sie ganze Landstriche und belasten ihre Hinterlassenschaften unzählige Generationen.

Nach der Katastrophe zeigte die Bundesregierung im März 2011 eine Änderung in ihrer bis- herigen Energiepolitik. Am 6. Juni 2011 beschloss die Regierung das Aus für 8 Kernkraftwer-  ke und bis 2022 einen kompletten Ausstieg aus der Atomtechnologie. Von den 17 Atomkraft-werken vor fünf Jahren sind heute nur noch 8 in Betrieb.

In der Atomkraftwerke in Deutschland wurden ergänzend Sicherheitsüberprüfungen durch- geführt. Die daraus abgeleiteten Maßnahmen wurden in einem nationalen Aktionsplan zusammengefasst.