Heizen mit Öl?

Quelle: https://www.rolandberger.com
Foto: Ingenieurbüro S&T

Ölpreis soll bis 2021 auf niedrigem Niveau bleiben – Studie von Roland Berger

Im Jahr 2014 sank der Ölpreis auf circa 50 Dollar ($) pro Barrel. Ein Grund war der erstmalige Strategiewechsel der erdölexportierenden Länder (OPEC), die bisherigen Ölpreise mit einer Angebotsverknappung künstlich hoch zu halten.

Hinzu kam eine gestiegene Ölproduktion amerikanischer Unternehmen, die mithilfe neuer Fördermethoden, wie etwa Fracking, ihr Angebot zwischen 2009 und 2014 auf fünf Millionen Barrel pro Tag verdoppelten. Dennoch blieb trotz des gesunkenen Ölpreises und des Über- angebotes das von Kritikern beschworene Ende der Schieferölförderung aus.

Im Gegenteil, durch die Modernisierung ihrer Anlagen und einer effizienteren Förderung ver- besserten die Fracking-Unternehmen ihre Profitabilität sogar. Und die neue Methode führte zu einer Halbierung der Kosten pro Barrel von knapp 100 $ im Jahr 2009 auf gut  50 $ in 2016. Damit bleibt diese Art der Ölförderung auch in Zeiten niedriger Ölpreise weiterhin profitabel und damit attraktiv.

Die Experten von Roland Berger prognostizieren in ihrer aktuellen Studie zur Ölpreisentwick- lung „Lower for much longer – Adam Smith in the Permian“, dass der Ölpreis in den kommen- den fünf Jahren auf seinem jetzigen Niveau zwischen 45 – 55 $ pro Barrel verharren wird.

Früher bestimmte ausschließlich die OPEC den Preis. Innovative Förderkonzepte und techni- scher Fortschritt ermöglichen heute eine Entwicklung hin zu einem hochkompetitiven Markt.

Studie: https://www.rolandberger.com