10.000-Häuser-Programm

Energie-Atlas

Quelle: www.energieatlas.bayern.de

Neues Förderprogramm für innovative Gebäude (bis 2 WE) und Heizsysteme für private Hausbesitzer und Bauherren in Bayern

Der Freistaat Bayern hat sich neue Ziele bei der Energiewende und beim Klima­schutz ge­setzt. Im Septem­ber 2015 hat er deshalb das neue 10.000-Häuser-Programm gestartet, um energie­effi­zien­tes Bauen und Sanieren durch Zuschüsse zu fördern.

Das 10.000-Häuser-Programm besteht aus den zwei Teilen „EnergieSystemHaus“ und „Hei- zungs­tausch“. Mit der Entscheidung für einen der beiden Programmteile können Eigentümer von selbst­bewohnten Ein- und Zweifamilienhäusern (ein­schließlich Reihenhäusern) in Bayern den „Energie­BonusBayern“ erhalten. Beide Programmteile sind nicht miteinander kombini-erbar. Mit den Pro­grammen des Bundes (KfW, BAFA) ist die­ser Bonus aber kombinierbar.

1.  Programmteil „EnergieSystemHaus“

Wenn ein Eigentümer sein Haus aus energetischer Sicht fit für die Zukunft machen möch­te, kann er den Programmteil „EnergieSystemHaus“ in Anspruch nehmen. Dazu muss er das    Ein- oder Zweifamilienhaus umfassend energetisch sanieren bzw. ein energie­effizien­tes Haus bauen und hierfür jeweils ein KfW-Pro­gramm zur Förderung als Effizienzhaus in Anspruch nehmen. Voraus­setzung für die Förderung ist zudem die Begleitung des Vorha­bens durch einen Energieberater/Sachverständigen.

Folgende KfW-Effizienzhaus-Niveaus müssen erreicht werden:

  • Sanierung: mindestens KfW-Effizienzhaus Niveau 115
  • Neubau: mindestens KfW-Effizienzhaus-Niveau 55

Mit dem „TechnikBonus“ wird der Einsatz eines innovativen Heiz-/Speicher-Systems gefördert, das die Spei­cherung von Energie sowie ggf. die Flexibilisierung des Energiebezugs (intelligente Steue­rung) ermöglicht. Dadurch kann der Energiebezug aus den öffentlichen Strom­netzen reduziert werden (ggf. bis auf 0). Auch wird eine Anpassung des Energiebezugs an die stark schwankende Verfügbarkeit von erneuerbaren Ener­gien ermöglicht. Je nach gewähltem Heiz-/ Speicher-System liegt Ihr Förderbetrag je Gebäude bei 1.000 bis 9.000 €, so dass der maxi­male Bonus insgesamt bei 18.000 € liegt.

Heiz-/Speicher-Systeme TechnikBonus
Wärmepumpensysteme mit Wärmespeicher,
Energiemanagementsystem („Smart-Grid-Ready“)
2.000 – 2.500 €
Kraft-Wärme-Kopplung (KWK)
Eigenstromerzeugung mit KWK, Wärmespeicher,
Energiemanagementsystem („Smart-Grid-Ready“)
3.000 €
Netzdienliche Photovoltaik
Speichersystem mit Energiemanagementsystem
(„Smart-Grid-Ready“)
2.000 – 8.000 €
Solarwärmespeicherung
Solarthermieanlage mit Wärmespeicher
1.000 – 9.000 €
Holzheizung mit Wärmespeicher,
wahlweise mit Brennwerttechnik oder Staubfilter
1.500 €

Optional:
Wenn man darüber hinaus die Energieeffizienz Ihres Gebäudes erhöht, kann das Heiz-/Spei- cher-System besser wirken. Daher wird für die Erhöhung der Energieeffizienz zusätzlich ein „Energie­effizienzBonus“ gewährt. Dieser bemisst sich am Niveau des Heizwärmebedarfs Ihres Wohnhau­ses. Abhängig vom erreichten Heizwärmebedarf-Niveau erhalten Sie eine Förderung in Höhe von 3.000 bis 9.000 € je WE.

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2.  Programmteil „Heizungstausch“

Mit dem Ersatz veralteter Heiztechnik durch innovative Brennwertkessel, Bio­massekessel oder KWK-Anla­gen lässt sich die Effizienz der Wärmeversorgung um rund 15 bis 20 % steigern. Wie­tere Verbesserungen sind durch die Kombination mit Solarwärmesystemen möglich. Der Aus­­tausch veralteter Heizungsanlagen leistet damit einen wesentlichen Beitrag zur CO2-Reduzie- rung. Den Zuschuss vom Freistaat („Heizanlagen­Bonus“) kann man sich sichern, wenn die Heizanlage fol­gende Anforderungen erfüllt:

  • Alter der Altanlage 25 bis unter 30 Jahre (Baujahr 1987-1991),
  • Altanlage noch funktionstüchtig,
  • unterliegt nicht der gesetzlichen Austauschpflicht nach EnEV,
  • Ersatz durch Brennwertkessel (Öl oder Gas), einen Biomassekessel
    oder eine KWK-Anlage,
  • Hydraulischer Abgleich des Heizsystems,
  • Einbau einer hocheffizienten Heizungsumwälzpumpe

Der „HeizanlagenBonus“ beträgt 1.000 € je Wohngebäude. Bei der Kombination der neuen Heizung mit einer Solarthermieanlage für die Warmwasserbereitung steigt die Förderung um 500 €, bei ei­nem erweiterten Einsatz der Solarwärme zur Heizungsunterstützung sogar um weitere 500 € auf insgesamt bis zu 2.000 €.

Heizung und Kosten

 

Weitere Informationen sind unter: Energie-Atlas Bayern – Internetplattform der Bayerischen Staatsregierung